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ClickUp Tipps
⏱ 8 Min. Lesezeit
Luisa Kohlhas
Luisa Kohlhas
Gründerin · ASTING

Übersicht

Du hast ClickUp eingeführt, weil dein Team mehr Überblick, klare Verantwortlichkeiten und weniger Tool-Chaos braucht – und nach ein paar Wochen sieht alles noch unübersichtlicher aus als vorher? Damit bist du nicht allein. Die meisten Unternehmen scheitern nicht an ClickUp selbst, sondern daran, wie ClickUp eingerichtet wird. In diesem Beitrag bekommst du die Schritte, mit denen aus einem leeren Workspace ein Projektmanagement-System wird, das dein Team auch nach drei Monaten noch nutzt.

Was bedeutet ClickUp einrichten?

ClickUp einrichten bedeutet, Arbeitsbereiche, Projekte, Aufgaben, Zuständigkeiten, Status, Vorlagen, Dashboards und Automatisierungen so aufzubauen, dass dein Team damit im Alltag klar und effizient arbeiten kann. Ein gutes ClickUp Setup orientiert sich nicht zuerst an den Funktionen des Tools, sondern an den realen Prozessen deines Unternehmens. Erst kommt der Prozess, dann das Tool.

Definition: Was ist ein ClickUp Setup?

Ein ClickUp Setup ist die strukturierte Einrichtung von ClickUp für ein Unternehmen oder Team. Dazu gehören die Organisation von Spaces, Foldern und Listen, die Definition von Status, Custom Fields, Vorlagen, Automatisierungen, Dashboards und Nutzerrechten. Ein Setup ist also kein „Konto anlegen“ – es ist die Übersetzung deiner Arbeitsweise in eine Struktur, mit der das ganze Team arbeiten kann.

Warum ein gutes ClickUp Setup so wichtig ist

ClickUp ist eines der flexibelsten Projektmanagement-Tools am Markt. Genau das ist Stärke und Risiko zugleich: Du kannst fast alles abbilden – aber auch fast alles falsch machen. Ohne klares System entstehen schnell Doppelstrukturen, ungenutzte Listen, widersprüchliche Status und Aufgaben, für die sich niemand verantwortlich fühlt. Das Ergebnis: Dein Team verliert Vertrauen ins Tool, fällt zurück in E-Mail, Excel und Notizen – und du fragst dich, warum die Einführung nicht funktioniert hat.

Warum wird ClickUp schnell unübersichtlich?

ClickUp wird schnell unübersichtlich, wenn die Struktur ohne klares System aufgebaut wird. Häufig entstehen dann zu viele Spaces, doppelte Listen, uneinheitliche Status und Aufgaben ohne klare Verantwortlichkeit. Jedes Teammitglied legt Dinge dort an, wo es selbst gerade passt – und nach wenigen Wochen weiß niemand mehr, wo welche Information liegt.

7 typische Fehler beim ClickUp Setup

  1. Zu viele Spaces anlegen – jeder Bereich bekommt einen Space, statt mit Foldern zu arbeiten.
  2. Keine einheitlichen Status verwenden – jede Liste hat eigene Bezeichnungen für „in Arbeit“.
  3. Aufgaben ohne Verantwortliche erstellen – Tasks haben keinen Assignee, niemand fühlt sich zuständig.
  4. Custom Fields ohne System nutzen – jeder ergänzt eigene Felder, niemand pflegt sie.
  5. Keine Projektvorlagen erstellen – jedes neue Projekt wird von Hand zusammengebaut.
  6. Dashboards nur optisch aufbauen – sie sehen gut aus, helfen aber nicht bei Entscheidungen.
  7. Das Team nicht richtig schulen – ClickUp ist eingerichtet, aber niemand erklärt es.

So baust du dein ClickUp Setup Schritt für Schritt auf

Schritt 1: Prozesse vor dem Tool klären

Bevor du in ClickUp klickst, schreib auf, wie eure Arbeit wirklich läuft. Welche Projekte habt ihr? Welche Schritte hat jedes Projekt? Wer ist wann verantwortlich? Wo entstehen heute die meisten Reibungsverluste?

Schritt 2: Workspace- und Space-Struktur festlegen

Plane mit so wenigen Spaces wie möglich. Eine Faustregel: Ein Space pro Unternehmensbereich (z. B. Kundenprojekte, Interne Projekte, Marketing). Innerhalb der Spaces strukturierst du mit Foldern und Listen.

Schritt 3: Listen für echte Workflows definieren

Listen sind die operative Ebene. Sie sollten konkrete Workflows oder Projektarten abbilden – nicht abstrakte Kategorien. „Website-Relaunch Kunde Müller“ ist eine Liste. „Allgemein“ ist keine.

Schritt 4: Einheitliche Status festlegen

Lege Status workspace-weit fest, z. B. To Do → In Bearbeitung → Im Review → Erledigt. Spezielle Status nur für Listen, in denen sie wirklich gebraucht werden.

Schritt 5: Custom Fields mit System einführen

Pro Liste maximal die Felder, die wirklich gepflegt werden. Beispiele: Kunde, Priorität, geschätzter Aufwand, Abrechnungsart.

Schritt 6: Vorlagen für wiederkehrende Projekte erstellen

Jedes wiederkehrende Projekt (Onboarding, Kundenprojekt, Recruiting) bekommt eine Task- oder Listenvorlage – inklusive Standard-Subtasks, Fristen und Verantwortlichkeiten.

Schritt 7: Dashboards für Steuerung statt Optik bauen

Pro Rolle ein Dashboard: Geschäftsführung, Projektleitung, Teammitglied. Jeder soll auf seinem Dashboard in 30 Sekunden sehen, was als Nächstes zu tun ist.

Schritt 8: Automatisierungen einbauen

Starte klein: Status ändert sich → Aufgabe wird zugewiesen. Formular eingereicht → Task wird in der richtigen Liste angelegt. Mehr nicht – sonst verlierst du den Überblick über deine eigenen Automatisierungen.

Schritt 9: Team schulen

Ein gutes Setup ohne Schulung ist wertlos. Plane mindestens eine Live-Schulung plus eine kurze interne Dokumentation („So nutzen wir ClickUp bei uns“).

Praxisbeispiel: Kundenprojekt in einer Agentur

Eine Agentur mit 8 Mitarbeitenden bildet ihre Kundenprojekte in einem Space Kundenprojekte ab. Pro Kunde gibt es einen Folder, pro Projekt eine Liste mit einer Standardvorlage: Briefing, Konzept, Umsetzung, Abnahme, Rechnung. Custom Fields zeigen Kunde, Budget und Verantwortliche Person. Ein Dashboard für die Geschäftsführung visualisiert offene Projekte, anstehende Abnahmen und Auslastung – ohne dass jemand etwas manuell zusammenklicken muss.

Checkliste: Was gehört zu einem guten ClickUp Setup?

Ein gutes ClickUp Setup enthält:

  • klare Space-Struktur
  • sinnvolle Folder und Listen
  • einheitliche Status
  • definierte Verantwortlichkeiten
  • Custom Fields mit echtem Nutzen
  • Vorlagen für wiederkehrende Projekte
  • Dashboards für Überblick und Steuerung
  • Automatisierungen für wiederkehrende Abläufe
  • klare Regeln für die Nutzung im Team
  • eine Schulung für alle Beteiligten

FAQ zu ClickUp einrichten

Was ist der Unterschied zwischen Space, Folder und Liste in ClickUp?

Ein Space ist die oberste Arbeitsebene und eignet sich für große Unternehmensbereiche. Folder bündeln zusammengehörige Projekte oder Prozesse. Listen bilden konkrete Workflows, Projektarten oder operative Arbeitsbereiche ab.

Wie viele Spaces sind sinnvoll?

So wenige wie möglich. Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen reichen drei bis fünf Spaces. Mehr Spaces bedeuten fast immer mehr Suchen und weniger Übersicht.

Wie bilde ich Kundenprojekte in ClickUp ab?

Lege einen Space Kundenprojekte an. Pro Kunde einen Folder, pro Projekt eine Liste – idealerweise aus einer Vorlage. So bleiben alle Kundenprojekte gleich strukturiert.

Wie kann ich wiederkehrende Projekte als Vorlage speichern?

Über Listenvorlagen oder Aufgabenvorlagen. Du baust ein Beispielprojekt sauber auf und speicherst es anschließend als Template, das du bei jedem neuen Kunden in Sekunden ausrollst.

Wie verhindere ich, dass ClickUp zu kompliziert wird?

Halte dich an drei Regeln: nur Felder, die wirklich gepflegt werden; nur Status, die wirklich genutzt werden; nur Automatisierungen, die ein echtes Problem lösen. Komplexität entsteht durch Features, die niemand braucht.

Wie viele Listen sind sinnvoll?

So viele wie nötig, so wenige wie möglich. Eine Liste pro Workflow oder Projekt – nicht pro Person oder Stimmung.

Weiterführende Ressourcen zu ClickUp einrichten

Wer ClickUp einrichten will, findet hier ergänzende externe Quellen für ein sauberes Setup:

Wer ClickUp einrichten will, sollte zuerst seine Prozesse klären – diese Quellen liefern die Grundlagen dafür.

Fazit

ClickUp einrichten ist keine Tool-Aufgabe, sondern eine Prozess-Aufgabe. Wer zuerst seine Arbeitsweise klärt und dann eine schlanke, einheitliche Struktur in ClickUp übersetzt, bekommt ein System, das Verantwortlichkeiten sichtbar macht, Routinearbeit reduziert und dem Team echte Entlastung bringt. Wer dagegen direkt drauflos klickt, baut Chaos – nur diesmal digital.

Bereit für ein ClickUp Setup, das dein Team wirklich nutzt?

Wenn du dein ClickUp nicht zum dritten Mal selbst neu aufbauen willst, sichere dir ein kostenloses ClickUp Strategiegespräch. Wir schauen gemeinsam auf deine Prozesse, identifizieren die größten Hebel und entwickeln ein Setup, das in deinem Alltag funktioniert.

Luisa Kohlhas – Gründerin ASTING Consulting
Über die Autorin
Luisa Kohlhas —
ClickUp Strategin & Gründerin

Luisa Kohlhas ist Gründerin und Geschäftsführerin von ASTING Consulting. Als ClickUp Strategin und Prozessberaterin unterstützt sie Selbstständige, Agenturen und wachsende Teams dabei, ihre Projektmanagement-, Organisations- und Arbeitsprozesse nachhaltig zu strukturieren.

ClickUp Strategin Prozessberatung Systemarchitektur
Luisa Kohlhas – Gründerin ASTING
Autorin
Luisa Kohlhas
Gründerin · ClickUp Expertin

Ich bin Luisa — Gründerin von ASTING Consulting. Du bist hier genau richtig, wenn du Struktur in dein Unternehmen bringen und ClickUp endlich strategisch nutzen möchtest.

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